Beschreibung
„Das Unicef-Foto des Jahres 2016, das der damals 27-jährige Iraner Arez Ghaderi in einer provisorischen Zeltstadt irgendwo in der Razavi-Khorasan-Provinz seines Heimatlandes fotografiert hat, und das jetzt in diesem Bildband seinen Platz gefunden hat, zeigt ein Mädchen aus einer Belutschen-Familie, einer sunnitischen Minderheit im Iran. Die Menschen am Rande dieser Müllkippe leben in großer Armut. Aber die Bilder von Arez Ghaderi zeigen nicht nur das Elend. Sie zeigen noch mehr, nämlich Würde und Stolz. (…)
Arez Ghaderi ist es in diesem Buch gelungen, den ungebrochenen Lebenswillen der Menschen am Rande der Müllkippe, trotz aussichtsloser Zukunft, Hunger, Krankheit und Dreck als berührende Sozialdokumentation darzustellen. Gut fotografiert, ohne ästhetische Überhöhung, ist ihm mit colour—less, colour—ful ein wunderbares Beispiel von concerned photography, Anteil nehmender Fotografie gelungen.“
Rolf Nobel
(aus dem Vorwort zum Buch)
„Arez Ghaderis colour—less colour—ful ist eine Fotodokumentation, die den Lebensstil der iranischen Nomaden einfängt. Die Nomaden des Iran sind über verschiedene Regionen verstreut. Der Fokus auf die Kinder ist die Stärke dieser Fotosammlung. Diesen Kindern wird nicht viel Bedeutung beigemessen, sie leben auf sich allein gestellt. Die meisten von ihnen haben keine Ausweispapiere, sie leben ohne Sozialhilfe, Bildung oder Gesundheitsversorgung. (…) Diese Sammlung ist eine traurige Erzählung vom Leben und den Problemen der Nomaden, Probleme, die nie gelöst wurden — ein ungesunder Lebensstil, der unverändert bleibt, Kinder ohne eine vielversprechende Zukunft.“
Farhad Motaie
(aus dem Geleitwort zum Buch)
Kurzbiografie
Arez Ghaderi wurde am 31. Juli 1987 in Sanandaj, Kurdistan geboren. Er wuchs inmitten der bescheidenen Menschen in einem Vorort der Stadt auf, die ihn und seine Arbeit stark beeinflusst haben. Sein erstes großes fotografisches Essay beschäftigte sich mit den Herausforderungen der unterprivilegierten Menschen. Daher beschloss er, in verschiedene Regionen des Irans zu reisen, um jedes Detail im Leben dieser Menschen einzufangen. 2017 wanderte er nach Deutschland aus und begann Fotojournalismus und Dokumentarfotografie an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hannover zu studieren. Er hatte bereits mehr als 30 Ausstellungen im Iran, Irak und Deutschland und wurde mit zahlreichen internationalen Preisen für sein fotografisches Werk ausgezeichnet.




